GM_Biel_Halle_Format_1920x500

Schwei­zer Montagewerke

Der Anstoss zur Ent­wick­lung einer schwei­ze­ri­schen Mon­tag­ein­dus­trie erfolg­te in der Wirt­schafts­kri­se der 1930er Jah­re. Wie in vie­len ande­ren Län­dern auch, woll­te der Bund, der Kan­ton, die Stadt durch Ein­fuhr­re­strik­tio­nen für PKW ein­hei­mi­sche Indus­trien schüt­zen und die Arbeits­lo­sig­keit bekämp­fen. Mon­ta­ge bedeu­te­te, dass aus­län­di­sche Her­stel­ler Fahr­zeu­ge «com­ple­te­ly kno­cked down» (CKD) in Kis­ten wei­ter­hin zoll­güns­tig impor­tie­ren konn­ten, wenn sie für den Zusam­men­bau in der Schweiz einen gewis­sen Anteil an im Inland gefer­tig­ten Kom­po­nen­ten sowie loka­le Arbeits­kraft bezo­gen («local content»).

Pri­mär ame­ri­ka­ni­sche Mar­ken wur­den nach die­sem Prin­zip an diver­sen Stand­or­ten her­ge­stellt. Das gröss­te Werk ent­stand 1935 als Toch­ter­ge­sell­schaft der Gene­ral Motors Cor­po­ra­ti­on (Detroit) in Biel und arbei­te­te als GM Suis­se bis 1975 nach die­sem Mon­ta­ge-Prin­zip. Das Ende kam mit dem Frei­han­dels­ab­kom­men Schweiz – EWG (heu­te EU) von 1973, wel­ches die Zoll­schran­ken für Indus­trie­gü­ter abbau­te. Die Bedie­nung des klei­nen Schwei­zer Mark­tes mit sei­nen rela­tiv hohen Lohn­kos­ten aus einer spe­zi­el­len Inland­fa­bri­ka­ti­on lohn­te sich nicht mehr, da Fahr­zeu­ge weit­ge­hend frei aus ganz Euro­pa impor­tiert wer­den konnten.

AMAG, Schinz­nach

Ab 1949 wur­den Model­le der Mar­ken Ply­mouth, Stan­dard und Dodge mon­tiert. VW Kar­mann Cou­pés sowie Stu­de­baker Lark-Model­le gehör­ten zeit­wei­se eben­so zum Pro­duk­ti­ons­pro­gramm. Gröss­tes Erfolgs­mo­dell war der Chrys­ler Vali­ant, 14 000 Ein­hei­ten in 13 Pro­duk­ti­ons­jah­ren. Zwei­tes Erfolgs­mo­dell war der Dodge Dart, 4440 Ein­hei­ten in 12 Pro­duk­ti­ons­jah­ren. Die Pro­duk­ti­on wur­de 1973 ein­ge­stellt. Heu­te ist das Unter­neh­men Schwei­zer Impor­teur der Mar­ken VW, Audi, Seat, Škoda… 
Mehr

Gene­ral Motors

Am 5. Febru­ar 1936 roll­te der ers­te GM-Suis­se-Wagen, ein Buick Acht­zy­lin­der-Modell, vom Band. Wäh­rend der Kriegs­jah­re wur­den Limou­si­nen zu Armee­fahr­zeu­gen umge­baut und Eisen­bahn­wag­gons repa­riert. Ab 1946 wur­de die Pro­duk­ti­on von Vaux­hall- und Che­vro­let-Model­len wie­der auf­ge­nom­men. Opel-Model­le kamen erst ab 1950 wie­der dazu. Die anfäng­li­che Modell­viel­falt wur­de im Lau­fe der Jah­re auf Model­le von Opel Vaux­hall und von 1970 bis 1975 auf Ran­ger redu­ziert. Das Werk wur­de 1949,… 
Mehr

HOL­KA

Ernst Göh­ner impor­tier­te aus Chem­nitz DKW-Fahr­ge­stel­le und ‑Moto­ren, um sie mit einem leich­ten, in Lizenz gebau­ten Auf­bau in Sperr­holz mit Kunst­le­der­über­zug zu ver­se­hen (HOLz KAros­se­rie). Ab 1935 wur­den die Car­ros­se­rien jedoch ver­blecht, und zur Lan­des­aus­stel­lung 1939 lan­cier­te Hol­ka den Lan­di-DKW. Trotz aller Kriegs­wir­ren gelang es, die Pro­duk­ti­on bis 1945 auf­recht zu erhal­ten. Ins­ge­samt wur­den ca. 1650 Hol­kas gebaut. Die Nach­fol­ge­fir­ma “Bau­werk AG” existiert… 
Mehr

Mon­ta­ge Risch

Wer­ner Risch, der dama­li­ge Schwei­zer Impor­teur der Mar­ke Packard, lan­cier­te anläss­lich des Gen­fer Auto­mo­bil­sa­lons von 1934 sei­ne eige­ne Mar­ke «Swiss-Packard». Sei­ne Fahr­zeu­ge waren erheb­lich modi­fi­zier­te Packard-Model­le. Neben eini­gen Paten­ten aus der Auto­mo­bil­bran­che, führ­te er auch eini­ge Paten­te aus dem… 
Mehr

Mon­ta­ge Saurer

Mon­ta­ge von Ply­mouth, Dodge, Chrys­ler, Wil­lys und De Soto-Limou­si­nen, dar­un­ter auch eini­ge Air­flow-Model­le. Nam­haf­te Schwei­zer Car­ros­siers schnei­der­ten ele­gan­te, luxu­riö­se Cabrio­let-Auf­bau­ten auf vor­fa­bri­zier­te Fahr­ge­stel­le. Geschätz­te Pro­duk­ti­ons­zahl: 2000 Limou­si­nen und Chas­sis. 1934 bis 1939 Chrys­ler 1936 bis 1939 De Soto 1934 bis 1939 Dodge 1934 bis… 
Mehr