Swiss Car Register
 
 
 
  Archiv
Schweizer Carrossiers
Alfa Romeo 6C2300 Worblaufen 1938
   

Die Schweiz weist eine grosse Tradition im Spezial-Carrosseriebau auf.

Anhand einiger Beispiele können Sie sich ein Bild über die wertvollen Machenschaften unserer «Blechspezialisten» verschaffen.

Mehr erfahren Sie bei uns im Archiv. Das SCR-Archiv bietet Ihnen umfangreiche Dokumentation (zeitgenössische Bilder, originale Produktionspläne, originale Aufträge, originale Materiallisten etc.), Experten-Tipps und vieles mehr.

   
   
   
Baldenweg F. – Genf 1920–38   Nach oben
Produktion von Touren- und Luxuswagen, vornehmlich auf französischen Fahrgestellen. Sportliche Zweiplätzer auf kleinem Hispano-Suiza-Chassis und Delage-Cabriolets.    
     
Bernath Willy – La Chaux de Fonds 1945–47    
Bei Kriegsende waren neue, moderne Automobile noch Mangelware. Bernath baute insgesamt etwa 25 Cabriolets auf Vorkriegs-Chassis von Alfa Romeo, Lancia, Citroën, Talbot und Jaguar.    
     
Beutler Gebrüder – Thun 1943–87    

Eines der kreativsten Carosserie-Unternehmen der Nachkriegszeit. 1948/49 Bau der ersten sechs (von acht) Porsche Cabriolets (Chassis 003 ist seit vielen Jahren in den Händen eines Schweizer Liebhabers). Diverse Cabriolets und Coupés auf europäischen Chassis, z.B. VW, Porsche, BMW, Healey, Jaguar, Bristol, Lancia, Simca etc.

   
     
Blaser & Burkhardt – Burgdorf 1934–?    
Produktion von Cabriolets und Coupés auf amerikanischen Chassis und Nutzfahrzeuge.    
     
Brichet F. – Genf 1920–33    
Vom Sport-Zweiplätzer über Tourentorpedos bis zu schweren Luxus-Stadtwagen bot die Firma eine ganze Palette von Spezialcarrosserien auf Ballot-, Bugatti-, Cadillac-, Hispano-Suiza- und Alfa-Romeo-Chassis.    
     
Chiattone A – Lugano ca. 1914–?    
Produktion von Tourenwagen und Ambulanz-Fahrzeuge auf Benz-Chassis. Keine Einzelheiten bekannt.    
     
Dietrich Otto – Basel 1914–?    
Grössere Firma, von der aber nur wenige Fahrzeuge dokumentiert sind. Z. B. Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost Landaulet-Coupé und Lancia Berlina mit Schiebedach.    
   
Dolder A. – Luzern ca. 1919–34   Nach oben
Produktion von Nutzfahrzeugen und Cars-Alpins.    
     
Eckert Heinrich – Zürich 1918–47    
Einzelne Sondercarrosserien und Balloon-Aufsätze für Tourenwagen. In den 20er-Jahren wurden über 200 Stück davon ausgeliefert.    
     
Eggli Frères – Lausanne 1918–?    
Produktion von Tourenwagen und Cars-Alpins.    
     
Egli Adolf – Basel 1902–32    
Sportliche Tourenwagen und Luxus-Cabriolets auf amerikanischen und Rolls-Royce-Chassis. Konstruktion von speziellen Vordersitzen, die beim Umklappen automatisch nach vorne glitten. Über die vor 1914 gebauten Carrosserien ist nichts bekannt.    
     
Faurax & Cie. – Genf    
Produktion von Tourenwagen. Keine Details bekannt.    
     
Fehler H. – Bern ca. 1925–28    
Produktion von Tourenwagen auf Alfa-Romeo-Chassis (Co-Produktion mit Santschi).    
     
Frech-Hoch E. – Sissach 1924–?    
Bedeutendes Unternehmen. Produzierte vornehmlich Nutzfahrzeuge und Busse, bis 1935 auch Personenwagen (offene und geschlossene).    
   
Frey P. – Zürich 1922–?   Nach oben
Produktion von Tourenwagen und Bussen.    
     
Gangloff Georges – Genf 1903–33    
Hoflieferant von Pic-Pic. Nach dem 1. Weltkrieg eines der wichtigsten Personenwagen-Karosseriewerke. Lieferte Aufbauten für Martini, Rolls-Royce, Delage, Ansaldo, Hispano-Suiza, Isotta-Fraschini, Mercedes-Benz, Bugatti, Minerva und diverse weitere Marken-Chassis (auch amerikanischer Herkunft).
Gründung von Zweigwerken in Zürich (ex Geissberger), Bern und Colmar (ex Wiederkehr). Nachfolgeunternehmung: Carrosserie Séchéron.
   
     
Gangloff John – Lausanne 1909–12    
Herstellung von Aufbauten für Pic-Pic und diverse ausländische Marken-Chassis.    
     
Geissberger C. & R. – Zürich 1903–29    
Vor dem 1. Weltkrieg grösstes Carrosserie-Unternehmen der Schweiz. Der grösste Teil der frühen Martini und Saurer Personenwagen wurden durch Geissberger C. & R. carrossiert. Ab 1920 wurden auch Aufbauten für Delage, Hispano-Suiza, Peugeot etc. hergestellt.    
     
Ghia SA – Aigle 1948–57    
Attraktive Cabriolets und Coupés auf englischen und italienischen Chassis z.B. MG, Jaguar, Jowett, Alfa Romeo etc.    
     
Graber Hermann – Wichtrach 1925–70    
Zweifellos der bekannteste schweizerische PKW-Carrossier. Vor dem Krieg wurden vornehmlich Cabriolets auf italienischen, französischen und deutschen Marken-Chassis aufgebaut. Parallel entstand eine Kleinserien von Swiss-Packard und drei Duesenberg. Nach 1945 fertigte Graber vor allem Karosserien für Alvis, Delahaye, Talbot, Alfa Romeo, Aston Martin, Bentley etc. Lizenzbau der Graber-Carrosserien durch Park Ward (England).    
     
Gygax Jean – Biel 1900–36    
Anfänglich Herstellung von Aufbauten für schweizerische Chassis. In den 20er-Jahren produzierte er Allwetter-Carrosserien auf Fahrgestellen verschiedenster Marken. Später entstand ein Luxus-Stadtwagen auf Isotta-Fraschini-Chassi und Cabriolet-Aufbauten auf Cadillac und Minerva. Enge internationale Zusammenarbeit mit dem Carrosseriewerk Alexis Kellner in Berlin.    
   
Haizer & Herrmann – Zürich 1926–29   Nach oben
Herstellung von Stromlinienwagen nach Jaray-Prinzip auf Chrysler Chassis.    
   
Hänni A. – Zürich ca. 1920–?    
Entwicklung und Herstellung von Rolldächern für Limousinen.    
     
Hartmann M. – Lausanne 1929–35    
Herstellung von diversen Cabriolets und Coupés. Besondere Bekanntheit errang Hartmann mit seinem Cadillac V16 Torpedo, welcher stark an die schwungvollen Blechkleider von Figoni & Falaschi oder Saoutchik erinnerte.    
     
Heber Frères – Genf 1910–52    
Herstellung von Sport- und Luxuswagen auf Alfa-Romeo-, Rolls-Royce- etc. Chassis.    
     
Heimburger Otto – Basel 1904–19?    
Aufbau von offenen und geschlossene Carrosserien auf schweizerischen und französischen Chassis – u.a. ein nobles Coupé de Ville auf Cadillac 1924 Fahrgestell. In den späteren Jahren Spezialisierung auf Nutzfahrzeugaufbauten.    
     
Hess – Solothurn/Bellach 1919 bis heute    
Herstellung von Allwettercarrosserien auf PKW und Cars-Alpins. Entwickelte sich zu einem bis heute erfolgreich tätigen Carrosseriewerk für Busse und Nutzfahrzeuge.    
     
Höhener’s Erben – St. Gallen 1920–35    
Das Unternehmen wurde bereits 1896 gegründet – Automobilcarrosserien sind jedoch erst ab 1920 dokumentiert. Fertigte sogenannte «Balloon»-Aufsätzen für offene Tourenwagen, z.B. Lancia Lambda und Cabriolet-Aufbauten sowie Allwettercarrossieren für Martini und ausländische Marken-Chassis. Stellte auch Aufbauten für Nutzfahrzeuge her.    
   
Huber & Brühwiler – Luzern 1930–41   Nach oben
Bekannt sind die von Jaray entworfenen Stromlinienwagen auf Audi- und Mercedes-Benz- Fahrgestellen.    
     
Kölz Jules – Basel 1875–?    
Herstellung von verschiedenen Tourenwagen, Ambulanzen, Busse und Nutzfahrzeuge.    
     
Köng Walter – Basel 1935–99    
In den 30er-Jahren wurden Cabriolets-Carrosserien auf französischen und englischen Chassis aufgebaut. Für Aufsehen sorgte Köng 1948 mit einem sehr eigenwilligen Riley-Coupé. Zum Schluss beschäftigte sich Köng mehrheitlich mit der Restaurierung klassischer Fahrzeuge.    
     
Kunz – Wauwil 1924 bis ca. 1934    
Herstellung von Personenwagen mit Rolldach, Nutzfahrzeugen und Anhängern.    
     
Langenthal – Langenthal 1921–?    
1929 aus der alten Firma Fritz Grogg entstanden. Anfänglich Touren- und Geschäftswagen auf preiswerten Fahrgestellen. Luxuscabriolets auf Hispano-Suiza und französischen und amerikanischen Chassis. Nach dem 2. Weltkrieg Kleinserien auf Lancia- und Citroën-Basis. Nutzfahrzeugaufbauten. Ab 1950 keine PKW-Carrosserien mehr.    
     
Lauber & Fils – Nyon 1931–?    
Nutzfahrzeuge, Busse und Spezialfahrzeuge. Von Ramseier + Jenzer übernommen.    
     
Moret A.L. – Genf 1918 bis ca. 1950    
Wenige Personenwagen und Ambulanzen. Peugeot 402 Cabriolet.    
   
Oertig L. – Genf 1912–29   Nach oben
Vor dem 1. Weltkrieg Produktion von Tourenwagen.    
     
Pozzi & Cie. – Renens/Lausanne 1924–?    
Produktion verschiedener Personenwagen.    
     
Ramseier, Streun & Co, Ramseier + Jenzer – Bern/Biel 1919–89    
Anfänglich Produktion leichter Touren- und Stadtwagen. In den 20er-Jahren Herstellung auch von Luxusfahrzeugen auf teuren Chassis. Nebst PKW produzierte das Unternehmen stets auch Nutzfahrzeuge und Busse für private und städtische Betriebe sowie für die Schweizerische Post (PTT).
Ab 1933 wurde die Herstellung von PKW-Carrosserien eingestellt. Nach der Übernahme durch Lauber in Nyon entwickelte sich die Firma zur bedeutendsten Carrosserie-Unternehmung der Schweiz.
   
     
Reinbolt & Christé – Basel 1900–59    
Schon sehr früh bauten sie Automobil-Carrosserien. In den 30er-Jahren wurden viele attraktive Cabriolets auf Chassis amerikanischer und französischer Hersteller aufgebaut. Nach 1945 entstanden mehrere Cabriolets auf Jaguar- und Riley-Fahrgestellen. Insgesamt sind etwa 300 PKW carrossiert worden.    
     
Rochat – Morges ?    
1935 Herstellung eines Hispano-Suiza Coupé.    
     
Ruckstuhl – Luzern 1925–38    
Neben Balloon-Aufsätzen für offene Tourenwagen, baute die Firma Limousinen und Cabriolets auf verschiedene Luxus-Chassis auf.    
     
Santschi J. – Bern ca. 1924–28    
Produktion sportlicher Alfa Romeo und Salmson (Co-Produktion mit Fehler).    
   
Sanwald H. – St. Gallen 1919–27   Nach oben
Herstellung von Personenwagen und Nutzfahrzeugen. Es sind keine Details bekannt.    
     
Scheiwiller Josef – Zürich 1946–?    
Bau von Alfa-Romeo-Rennsportwagen.    
     
Schweizerische Wagonfabrik – Schlieren ?    
Herstellung von Autobussen.    
     
Sécheron – Genf 1936–67    
Nach dem 2. Weltkrieg Bau einiger Cabriolets z.B. auf Delahaye-Chassis.    
     
Seitz – Emmishofen 1905–30    
Aufbau von Touren- und Stadtwagen-Carrosserien auf mehrheitlich deutschen Marken-Fahrgestelle. Es entstanden auch zahlreiche Nutzfahrzeuge und Busse. Nach 1940 ging die Mowag daraus hervor (siehe Rubrik der Schweizer Hersteller).    
     
SIG – Neuhausen 1928–30    
Vorwiegend im Eisenbahnwagonbau tätig, baute die Firma zeitweise auch geschlossene Carrosserien auf Martini-Chassis und Busse.    
     
Société Suisse de Carrosserie – Genf 1905–?    
Herstellung von offenen und geschlossenen Luxuswagen u.a. auch für Martini. Auch ein Export-Geschäft ist bekannt.    
   
Tüscher Gebr. – Zürich 1909–?   Nach oben
In den frühen Jahren wurden Touren-, Sport- und Stadtwagen auf unterschiedlichsten Chassis wie z.B. kleine Fiat, Benz, Isotta Fraschini und Rolls-Royce aufgebaut. In den 30er-Jahren verlagerte sich die Aufbauarbeit auf mehrheitlich amerikanische Fahrgestelle. Stets wurden auch Nutzfahrzeuge und Busse carrossiert.    
     
Wenger – Basel 1919–?    
Herstellung von sportlichen Fahrzeuge auf französischen, italienischen und deutschen Chassis. Ab 1930 vor allem Spezialfahrzeuge.    
     
Wernli M. – Zürich    
In den 1920er-Jahren Herstellung von Autobussen.    
     
Worblaufen, F. Ramseier & Co. – Worblaufen 1929–58    
Eines der wichtigsten Schweizer Carrosseriebauunternehmen für Personenwagen.
Herstellung von herausragend eleganten Cabriolets und Roadstern auf Isotta-Fraschini-, Mercedes-Benz-, Alfa-Romeo- und Bugatti-Chassis. Nach dem 2. Weltkrieg mehrheitlich auf Talbot-Lago-, Delahaye-, Citroën- und Lancia-Fahrgestellen. Herstellung einiger Einzelstücke auf Jaguar-, BMW- und Bentley-Basis.